KLEINE EINGRIFFE – GROSSE WIRKUNG

Der Fachbegriff "Minimal invasive Operationen" bedeutet eine Revolution in der Durchführung medizinischer Eingriffe.

"Minimal invasiv" – auch als "Schlüsselloch-Chriurgie" bezeichnet – heißt, dass nur kleine Schnitte nötig sind, um die zu operierende Stelle im Körper zu erreichen. Durch die winzigen Operationsöffnungen werden chirurgische Werkzeuge über Steuerungsinstrumente eingeführt und bedient. Über Kleinstkameras wird das Operationsgebiet auf Fernsehmonitore übertragen. Dieses Vorgehen nennt man Endoskopie.

Auch ein Vorteil für Sie:

Dank der Videotechnik kann der Arzt auf Wunsch auch ein Video Ihrer Operation für Sie erstellen. Wer heute am Knie operiert werden muss, weil der Meniskus angerissen ist, der wird in der Mehrzahl der Fälle endoskopisch operiert. Dies ist nur ein Beispiel von vielen. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Operationen, die nur herkömmlich durchführbar sind, weil sie sich für endoskopische Methoden nicht eignen. Der ambulante Operateur beherrscht daher ein ganzes Bündel an verschiedenen Maßnahmen. Insgesamt umfaßt das Ambulante Operieren ein weites Spektrum: Von Augenoperationen bis zur Zehenkorrektur ist vieles möglich. In Amerika werden 60 Prozent aller Operationen ambulant erbracht, in Deutschland kann dies genauso sein.

Die Belastung für den Patienten sinkt.

Erfahrene Spezialisten verringern Operationszeiten und Ausdehnung der Operationsschnitte am Körper. Doch all das wäre in der Praxis nicht möglich, wenn nicht die Narkoseverfahren schonender und sicherer geworden wären. So läßt sich heute bei Patienten ohne schwere Nebenerkrankungen jede Narkose auch in der Praxis durchführen. Ein hoher, moderner operativer und vor allem sicherer Standard ist in der Praxis genauso gegeben wie in der Klinik. Einen Ausschnitt aus den operativen Möglichkeiten in der Praxis finden Sie unter "Ambulante Operationen" ( "Wer macht was?"). Am besten, Sie lassen sich von Ihrem Facharzt beraten ( "Arztsuchmaschine").

Mit neuen Operationstechniken, wie zum Beispiel der Endoskopie, wird es möglich, operative Leistungen viel günstiger in der Praxis als im teuren Krankenhaus vorzunehmen. Denn eine Klinik ist ein großer Apparat, der viel Geld verbraucht. Eine Operation ist deshalb dort teurer, als in einer Praxis. Durch Ihre Entscheidung für eine Operation bei Ihrem niedergelassenen Facharzt können Sie einen Beitrag für eine geringere Belastung des Gesundheitssystems leisten. Dies spart letztendlich Ihr Geld, denn Ihre Krankenkasse muss weniger für die Leistung bezahlen und kann so Beiträge stabil halten.